Werbung auf Twitter – Hör mal wer da zwitschert

Veröffentlicht von Katharina - 7. Februar 2020

Den richtigen Kanal für seine Werbemaßnahmen zu finden ist schwierig. Die potenziellen Käufer müssen sich auf dem ausgewählten Social Media Kanal bewegen, damit man sie als Werbender überhaupt erreichen kann. By the Way: Wir sprechen hier von mehr als tausend Kontakten, damit ein Kanal überhaupt erst attraktiv wird. Wie klingen da über eine halbe Millionen

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 Für ein Unternehmen das von der Zeitung lebt? Perfekt?! – Willkommen auf: TWITTER. Du denkst dir jetzt bestimmt „Super, dann machen wir nur noch Werbung auf Twitter“ – Nein, nicht ganz. Auch wenn die Rahmenbedingungen von Twitter erstmal einen Jackpot vermuten, ist es auf den zweiten Blick nicht mehr ganz so attraktiv.

Aber wo ist das Problem?

Da gibt es so einige:

📍Targeting

In unserem Fall haben wir nur ein relatives kleines Gebiet im Süden Deutschlands, in dem wir User ansprechen möchten. Bei Twitter ist das Targeting nach Orten oder Gebieten aber nicht ganz einfach. Statt einzelne Orte oder PLZ auswählen zu können, wie man es von anderen Kanälen wie Facebook gewohnt ist, begrenzt Twitter seine Auswahl auf lediglich 16 Städte in Deutschland. Mit gerademal 16 Städten lässt sich aber leider kein granuliertes Targeting erstellen. Die Lösung war in unserem Fall, ganz Baden-Württemberg auszuwählen.

🖤Interessen und Follower

Weil alle Twitter-Nutzer in Baden-Württemberg für uns aber einen extrem hohen Streuverlust bedeuten, wurden die User herausgepickt, die anhand ihrer Interessen und den Seiten, denen Sie folgen zu unserem Produkt passen. In unserem Fall haben wir alle angesprochen, die an anderen Zeitungshäusern interessiert sind und/oder diesen folgen. Damit konnte die Zielgruppe zumindest grob eingegrenzt werden. Natürlich wäre das auch noch genauer gegangen. In unserem Fall braucht man dafür „nur“ 97 regionale Accounts, die man händisch auswählen muss und deren Lookalikes-Follower man dann ansprechen kann. Lookalikes – also nicht mal die, die den Accounts wirklich folgen sondern nur die, die den Followern ähnlich sind z.B. weil sie ähnliche Seiten besuchen. Wir haben uns dafür entschieden, den einfacheren Weg zu gehen und einen größeren Streuverlust in Kauf zu nehmen. Der richtige Weg wie sich gezeigt hat!

📸 Formate und Motive

Um auf Twitter zu werben, muss man sogenannte Websitecards erstellen. Diese funktionieren mit einem Video oder einem Bild. Nachdem man einen interessanten und kurzen Text verfasst hat, der zusammen mit dem Motiv angezeigt wird, muss die Card getwittert werden. Sie erscheint aber nicht als Tweet im Newsfeed des eigenen Accounts. Grundsätzlich spricht man bei der Auswahl und Erstellung von Motiven für Social Media in der Branche von Authentizität. Bilder sollen natürlich sein, als hätte man sie gerade eben spontan geknipst. Sie sollen bloß nicht gestellt oder gar nach gekauften Stockbildern aussehen. Für Twitter kannst du das direkt wieder vergessen. In unserem Versuch hat sich gezeigt, dass Stockbilder am besten funktionieren! Bilder, die geradezu nach Werbung und Stockbildern schreien – DAS wollen Twitter-Nutzer!

😕 Also lieber die Finger von Twitter lassen?

Man erhält den Eindruck, dass Werbung schalten auf Twitter eher schwierig und irgendwie auch ein bisschen seltsam ist. Vielleicht lieber die Zeit vermeintlich sinnvoller nutzen und in andere Kanäle investieren? Nein! Und willst du wissen warum? Weil Werbung auf Twitter funktioniert und zwar verdammt gut! Bei einer Link-Klick Rate von 44% und einer Conversion-Rate von fast 24% war Twitter in Relation einer unserer erfolgreichsten Kanäle. Natürlich spiegelt der ganze Eintrag nur meine eigene Erfahrung wieder. Vielleicht möchtest du irgendwann man selber auf Twitter werben oder hast es schon und du konntest ganz andere Erfahrungen sammeln. Auf Social Media gibt es nicht den einen richtigen Weg. Hier geht es ums Testen, Auswerten und Erfahrungen sammeln. Zum Schluss lässt sich sagen, dass Twitter am besten in einem durchdachten Marketing-Mix, gemeinsam mit anderen Social Media Kanäle, funktioniert. Außerdem ist es für breite Zielgruppen empfehlenswerter als für sehr spitze Zielgruppen. Jetzt weißt du, auf was du dich einstellen musst. Also leg los und zwitschere was das Zeug hält!   Bildquelle: <a href=“https://de.freepik.com/fotos-vektoren-kostenlos/logo“>Logo Vektor erstellt von Creative_hat – de.freepik.com</a>

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