In-App-Käufe – Lohnt sich das für meine App?

Veröffentlicht von Erik - 28. Mai 2019

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1. Was ist ein In-App-Kauf? 

Ein In-App-Kauf ermöglicht es dem Nutzer einer (meist mobilen) App auf weitere Bestandteile des Angebots gegen eine Gebühr zuzugreifen. Entwickler, die ihre App über den Google Play Store oder den Apple App Store anbieten, haben so die Möglichkeit (neben einem Festpreis für den Download selbst) Einnahmen zu generieren.

Bei In-App-Produkten wird unterschieden in:

  • „consumable“ also verbrauchbar: zum Beispiel eine Währung/Credits in einem Online Spiel die dem Nutzer ermöglicht weitere Runden zu spielen.
  • „not-consumable“ also nicht-verbrauchbar: zum Beispiel zusätzliche Filter einer Kamera-App, die nach Freischalten unbegrenzt genutzt werden können.

Bei Produkten die auf eine bestimmte Zeitspanne begrenzt nutzbar sind (Abonnement) unterscheidet man in:

  • „not-renewing“  also nicht automatisch verlängernd (z.B. ein Jahr Nutzung)
  • „auto renewable“ automatisch verlängern: Zum Beispiel eine News-App, bei der so lange gelesen werden kann, bis zu einer Kündigung, während eine monatliche Abrechnung erfolgt. (z.B. monatlich verlängernd). Es ist möglich einen kostenlosen Zeitraum für Neukunden zu Beginn des Abos einzuräumen.

Notwendig ist dabei, dass der Nutzer der App seine Zahlungsdaten mit einem Google Konto bzw. einer Apple ID zu verknüpft.

Akzeptierte Zahlungsmöglichkeiten sind:

  • Kredit- oder Debitkarte
  • Paysafecard
  • Paypal
  • Geschenkkarten (Wie z.B. in Supermärkten erhältlich)
  • Telefonguthaben

 

2. Vorteile des Zahlungsprozesses

Die Vorteile für den Nutzer:

  • Zahlung mit einem Tap (Wenn Daten bereits hinterlegt)
  • Verwaltung aller Abos über die Stores
  • Kündigung mit einem Tap

Die Vorteile für den Entwickler:

  • Einheitlicher Zahlungskanal über Google und Apple (Sonst oft Integration mehrer Zahlungsoptionen notwendig)
  • Gesteigerte Kaufwahrschienlichkeit durch Nutzervorteile
  • Kündigungsgründe werden abgefragt (Bei Abos)

Es dem Nutzer beim bezahlen einfacher zu machen zahlt sich aus. Nachdem wir bei einer unserer Apps auf den In-App-Purchase umgestellt haben, hat sich die Kaufwahrscheinlichkeit für ein Abonnement verdreifacht.

 

3. Was ist zu beachten?

Richtlinien der Plattformen Will man In-App-Käufe in seiner App ermöglichen, müssen die Richtlinien der Plattformen eingehalten werden. So wollen sie erreichen, dass Entwickler ausschließlich diese Form der Bezahlung nutzen können. Besonders Apple ist streng in der Prüfung von Releases, die eine Zahlungsoption beinhalten. Nichtbeachtung dieser führt zu Ablehnung des betroffenen Releases. https://developer.apple.com/app-store/review/guidelines/#in-app-purchase https://play.google.com/intl/de_ALL/about/monetization-ads/payments/ Wichtig ist vor allem: Der Kauf muss in der App und der Beschreibung der App als solcher gut gekennzeichnet sein. Gebühren Google und Apple lassen sich das Bereitstellen des Zahlungsvorgangs durch eine Transaktionsgebühr ordentlich bezahlen. Diese liegt momentan bei 30% (!) des durch den Nutzer bezahlten Preises. Abonnements werden allerdings ab der Laufzeit von einem Jahr mit einer niedrigeren Gebühr belegt (15 %).

4. Fazit

Wer mit seiner App Geld verdienen will, kommt um den Zahlungsprozess der App-Plattformen kaum herum. Neben der Option den Download der App selbst kostenpflichtig zu machen, bieten die In-App-Käufe die Möglichkeit einzelne Features freizuschalten, den Kredit an Spielwährung aufzufüllen oder Bezahlschranken zu deaktivieren. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man ein Produkt als Freemium anbietet und dem Nutzer gerne einen ersten Blick auf die Funktionen der App werfen lassen möchte, ohne dass dieser sofort dafür bezahlen muss. Als Gegenleistung für ca. ein Drittel seines Umsatzes mit den Käufen erhält man einen einheitlichen und nutzerfreundlichen Zahlungsprozess.    

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