Betriebssysteme – Ein Überblick

Veröffentlicht von Bastian - 26. Januar 2016

Das passende Betriebssystem für den User, eine Anwendung, ein Anwendungsgebiet und und und zu finden ist nicht gerade einfach. Aus diesem Grund möchte ich heute einen kleinen Überblick über die 3 meist eingesetzten Betriebssysteme bzw. deren Derivate geben. Windows, OS X und Linux. Jedes dieser Systeme bietet Vorteile aber auch Nachteile bei der Webentwicklung bzw.

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Windows:

Windows ist das Standard-Einsteiger-Betriebssystem mit dem jeder vermutlich schon einmal in Berührung bekommen ist. Auf sehr vielen Geräten ist Windows bereits vorinstalliert (außer bei Apple Geräten). Das Betriebssystem bietet viele Möglichkeiten für die Entwicklung von Webseiten, WebApps und Hybrider Apps. Unter Windows kann man sowohl Anwendungen und Apps für Android, als auch für Windows selbst (WindowsPhone-Apps) erstellen. Was allerdings nicht möglich ist, ist es, eine OS X / iOS Anwendung zu erstellen. Auch der Buildprozess, welcher für die Erstellung einer installierbaren App-Datei nötig ist, kann unter Windows nicht für iOS durchgeführt werden. Der Entwickler kann eine Hybride App unter Windows nicht für iOS erstellen und testen. Hierfür ist ein entsprechendes Gerät mit OS X nötig. Möchte amn Android Apps veröffentlichen, wird ein Android Developer Account benötigt. Dieser kostet einmalig ca. $25. Mit diesem Account erhält man Zugriff auf alle Google Devloper Inhalte, viele Informationen und zusätzliche Programme und Tools, welche bei der Entwicklung nativer Android Apps unterstützten können. Um beispielsweise unter Windows ein Android Gerät zu emulieren wird oftmals Genymotion eingesetzt. Dieses Tool greift über die Android SDK auf die virtuellen Geräte zu und startet diese anschließend innerhalb einer Oracle VirtualBox. Auf diesem Gerät können anschließend Apps per Drag&Drop installiert und getestet werden.

OS X:

OS X ist das Betriebssystem von Apple. Es läuft auf allen Mac Geräten. Grundlegend basiert das System auf UNIX und verhält sich deshalb in vielen Teilen ähnlich wie beispielsweise Linux. OS X liefert direkt die Anwendung X-Code mit. Über diese Anwendung können native OS X und iOS Anwendung emuliert und gebuilded werden. OS X wird dann benötigt, wenn eine iOS App erstellt werden soll. Diese kann direkt über X-Code emuliert und getestet werden. Dies gilt sowohl für Hybride Apps mit beispielsweise Cordova, als auch für native Apps, welche direkt in X-Code erstellt wurden. Für die Erstellung von iOS Apps, welche über beispielsweise iTunes vertrieben werden sollen wird allerdings ein Developer Account benötigt. Dieser kostet $99 im Jahr und berechtigt den Entwickler dazu Apps über iTunes zu vertreiben. Zusätzlich erhält der Entwickler zugriff auf viele Dokumentationen und zusätzliche Tools und Programme. Unter OS X können fast alle gängigen Programme und Tools für die Webentwicklung installiert werden. Beispielsweise XAMPP, Sublime, und FireFox. Somit hätte man alle grundlegenden Funktionen für die Erstellung einer Hybriden App zur Verfügung. Zusätzlich können unter OS X alle Funktionen von Android genutzt werden. Die Android SDK kann über das Terminal installiert werden und sogar Android Emulatoren können problemlos gestartet werden. Das gleiche gilt für den Android Buildprozess für Apps beispielsweise mit Cordova. Hierfür muss lediglich das entsprechende Android API Level installiert sein.

Linux:

Linux gehört ebenfalls zu den auf UNIX basierenden Betriebssystemen und teilt sich damit manche Eigenenschaften mit OS X. Was sich allerdings zu OS X unterscheidet, ist der Punkt, dass unter Linux keine iOS Apps erstellt werden können. Dies ist tatsächlich nur unter OS X selbst möglich. Ansonsten bietet Linux alle Vorteile von UNIX. Programme und Pakete für die Entwicklung einer Hybriden App können einfach installiert werden und bietet sich eine deutlich komfortablere Palette an Tools zur Unterstützung des Entwicklers. XAMPP, Sublime, FireFox und andere Programme können problemlos unter Linux über das Terminal installiert werden. Zugute kommt Linux dabei auch das Dateisystem und die Verwaltung von Berechtigungen der Nutzer. Ein weiterer Pluspunkt ist das Terminal unter Linux. Hierbei kann man Programme einfach und schnell installieren und zwar genau so wie es der User wünscht. Die Möglichkeiten zur Einstellung des Systems sind dabei weitaus größer als die bei Windows und OS X. Allerdings kann diese Freiheit auch schnell zum Verhängnis werden. Linux bietet viele Möglichkeiten und viel Freiheit. Es wurde in den letzten Jahren immer Benutzerfreundlicher und bietet bereits viele Programme zum Download in fertig gepackten und installierbaren Archiven an. Für den Einstieg in Linux bietet es sich an eine Virtuelle Maschine einzurichten und einfach mal drauf los zu testen. Vorteil: Der Entwickler kann eine defekte oder beschädigte VM leicht ersetzten. How to Install Linux Mint on VMware Virtual Machine Beliebte Linux Derivate sind: xUbuntu Ubuntu Mint Linux Elementary OS

Fazit:

Die Entscheidung für ein passendes Betriebssystem hängt stark viel mit den persönlichen Vorlieben des Anwenders zusammen. Webentwickler können alle Systeme nutzen. Erst wenn es an die Buildprozess einer Hybriden oder nativen App geht ist es wichtig das passende Betriebssystem zu wählen. Als Entwickler für Android Apps muss man sich nicht an ein Betriebssystem binden. Möchte man seine Apps aber auch unter iOS testen / erstellen, so kommt man um ein OS X Gerät nicht drum rum. Ich selbst arbeite meist an meinem Rechner im Geschäft, auf welchem ich eine Virtuelle xUbuntu Maschine laufen habe, da ich es angenehmer finde mit verschiedenen Programmen und Paketen wie beispielsweise Cordova, Node.js, Angular usw. zu arbeiten. Als Editor verwende ich dabei Sublime 2 bzw. Sublime 3 (beta). Ebenfalls habe ich XAMPP installiert und vollständig eingerichtet. Nachdem ich das virtuelle xUbuntu System komplett eingerichtet hatte, habe ich davon eine Sicherungskopie erstellt. Auf diese kann ich im Notfall immer wieder zurückspringen falls etwas am laufenden System nicht mehr funktionieren sollte. Gleichzeitig besitze ich ein MacBook Pro 13″ Retina. Auf diesem Gerät kann ich Apps für iOS sowohl emulieren als auch Builden. Auf dem Gerät ist ebenfalls der Editor Sublime 3 (beta), XAMPP und einige weitere Programme und Tools installiert. Die Anschaffung eines MacBooks beruht darauf, dass ich meine ersten Apps auch unter iOS testen wollte und es keine andere Möglichkeit gab, als sich hierfür ein entsprechendes Gerät anzuschaffen. Welches Gerät und welches Betriebssytem aber am Ende für jeden einzelnen die beste Wahl ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Je nachdem was die Anforderungen sind muss ausgewertet, welches am besten dazu passt.

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